Unsere Trachtenheilige: Sankt Notburga

Die hl. Notburga ist eine der 14 Nothelfer. Sie ist Patronin aller Dienenden, der Arbeitsruhe und des Feierabends, sie bewahrt vor Volkskrankheiten und allen Nöten der Landwirtschaft. Sie hat vorgelebt, dass alle Arbeiten – in Liebe getan- vor Gott ebenbürtig sind.

Als Tochter eines Hutmachers ist die hl. Notburga um 1265 in Rattenberg am Inn geboren, war im Dienst bei Grafen von Rottenberg un Magd bei einem Bauern in Eben. Sie starb am 14.9.1313 und wurde in der Rupertikapelle in Eben bestattet. Heute ruhen ihre Gebeine in einem Glasschrein auf dem Hochaltar der Pfarrkirch in Eben. Notburga, die einfache Magd aus dem Volk, lebte ein dienendes Leben in Frömmigkeit. Das bewegte die Menschen durch Jahrhunderte. Sie verehrten Notburga als „Heilige des Volkes“, obwohl sie kein Papst Heilig gesprochen hatte.

Nur die jahrhunderte lange Verehrung führe dazu, dass am 27. März 1862 Papst Pius IX diese bsiherige allgemeinde Verehrung der seligen Notburga von Rattenberg ohne den sonst üblichen Kanonisierungsprozess in das Verzeichnis der von der kath. Kirch anerkannten Heiligen aufgenommen – ihr Fest wird am 13. September gefeiert.

Damit ist die hl. Notburga eine der wenigen hl. Frauen des Mittelalters, die nicht adeligen Standes war, sondern eine Frau aus dem gewöhlichen Volk, eine Bauernmagd. Sie wurde heilig, nicht durch die Heiligsprechung des Papstes, sonder weil das Volks sie – ohne Rücksicht auf kirchenrechtliche Vorschriften – verehrte. Überall in Europa wird Notburga im Bauernkleid, im „Hoamatgwand“ dargestellt.

Eine Heilige, die „`s Hoamtatgwand“ trägt, die durch frommen Volksbruach heilig wurde, die Patronin des Feierabend ist, wo Trachtlerinnen und Trachtler tanzen, singen und musizieren. Müsste diese Heilige nicht auch Patronin der Trachtlerinnen und Trachtler als Trachtenheilige sein?

Die Bundesleitung der Heimat- und Trachtenvereine Österreichs konnte sich zu einer entsprechenden Antragstellung nicht durchringen. Es bleibt auch hier nur der Weg offen, Notburga durch Volksbruach zur Trachtenheiligen zu machen.

Dementsprechend wird vom „GTEV D`Schobastoana“ die hl. Notburga als unsere Trachtenheilige verehrt. Sepp Loy hat dem vErein eine Statue geschnitzt und in Gold fassen lassen. Diese Statue wird beim Trachtensonntag und zum Erntedankfest feierlich in die Kirche getragen und steht während der Messe auf dem Altar. Zu besonderen Anlässen schenkt der Verein das Hinterglasbild der hl. Notburga als offenes Bekenntnis der Verehrung der hl. Frau aus dem „einfachen Volk“ mit dem „Hoamatgwand“

Hl. Notburga – Bitt für uns!